Hayato
Gegenüber der Mauthalle, in einem dem Hallplatz zugewandten Nachkriegsbau befindet sich das Hayato, eine japanische Ramengastronomie. Auf einer stadtsensiblen Achse gelegen lädt das Lokal mit Außenplätzen und einer offenen Fassade zum Verweilen ein.
Ein Hauptgestaltungselement, die japanischen Leinenvorhänge Noren (のれん) ziehen sich vom Eingang durch das gesamte Restaurant. Der Stoff hüllt die Decke in ein umkekehrtes Wellenbild und umfasst die Grenze der Küche sowie die Schwellen der Tataminischen, die als räumlich abgesetzte Sitzbereiche fungieren. Das Raster der Tatamimatten (畳) von 70 cm auf 70 cm liegt dem gesamten Innenausbau als Konstruktionsraster zugrunde. So auch in den Kiefernholzpaneelen, welche die Wände bespielen. Diese spiegeln die Welle an der Decke mit einem Bogenmotiv, das sich auch über den traditionellen Tresen der offenen Ramenküche zieht, wo zusätzliche Einzelplätze im japanischen Stil direkt aus der Küche bedient werden können. Zwischen den Noren an der Decke und den Kiefernmöbeln darunter schweben verschieden große Rattanlaternen für eine warme Lichtstimmung.
Die Farbpalette der Gastronomie hält sich in einem klaren Weiß-Rot-Schwarz, nur gebrochen durch das warme Holz der Möbel und Einbauten. Rote Fugen akzentuieren die quadratischen Fliesen der Küche, selbst in den Bädern zieht sich das Rot von den Kabinen bis zum Wasserhahn.
Fotos: Matthias Werr ©werrmedia